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Eindrücke einer Radreise in Sizilien: Wir haben die Barockstädte-Tour getestet
Eine Radreise durch das Val di Noto bedeutet großartige Ausblicke, abwechslungsreiche Landschaften, malerische Dörfer, prachtvolle Barockstädte und hervorragendes Essen. Genau das haben wir erlebt, als wir die Strecken in Sizilien getestet haben: sechs Etappen von Piazza Armerina nach Syrakus, von den Hügeln im Landesinneren bis an die Küste, auf gut asphaltierten, aber oft hügeligen Straßen.
Die Tour beginnt in den Hügeln und endet am Meer. Sie führt durch das Gebiet der spätbarocken Städte des Val di Noto, die 2002 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden – eine reizvolle Mischung aus architektonischen Schätzen und Naturschönheiten.
Wir sind überwiegend auf gut asphaltierten Straßen gefahren, die sich für Rennräder ebenso eignen wie für Trekkingräder. Da die Gegend größtenteils hügelig ist, empfehlen wir Ihnen ein E-Bike, wenn Sie nicht besonders gut trainiert sind.
1. Tag: Piazza Armerina – Caltagirone (33 km)

Piazza Armerina ist eine ruhige kleine Stadt, ideal für einen Nachmittagsbummel durch die mittelalterliche Altstadt. Ihre Mischung aus Gotik und Barock zeigt sich in der imposanten Kathedrale am Hauptplatz neben dem Palazzo Trigona.
Berühmt ist Piazza Armerina aber vor allem für die bemerkenswert gut erhaltenen römischen Mosaike der Villa Romana del Casale, einer archäologischen Stätte etwa 4 km außerhalb der Stadt. Für die Besichtigung brauchen Sie rund eine Stunde: am Nachmittag Ihrer Ankunft oder – so wie wir – am nächsten Morgen vor der Abfahrt nach Caltagirone.
Die Etappe ist recht kurz. Nach einem Anstieg aus der Altstadt geht es 10 km bergab bis Mirabella Imbaccari, dem einzigen Ort an diesem Tag. Danach führt die Straße wieder ins Tal hinunter, umgeben von den sanften Hügeln der Erei-Berge. Noch schöner werden die Ausblicke, wenn Sie auf einer kleinen Straße nach Caltagirone hinauffahren.
Dort dürfen Sie die prachtvolle Treppe von Santa Maria del Monte nicht verpassen: 142 Stufen, geschmückt mit der typischen Majolika-Keramik.
2. Tag: Caltagirone – Palazzolo Acreide (63 km)
Als wir am Morgen das Höhenprofil ansahen, waren wir von Länge und Höhenunterschied beeindruckt. Am Ziel aber hat uns vor allem die Schönheit der Etappe beeindruckt!
Schon kurz nach Caltagirone staunen Sie über den Blick auf den Ätna, der sich links über den Hügeln erhebt. Nach 13 km erreichen Sie den ersten Ort, Grammichele, bekannt für seinen sechseckigen Grundriss und Platz. Eine schöne, 15 km lange Straße durch Felder und Wälder führt dann in das hübsche Dorf Vizzini – Zeit für eine Pause, denn die Hälfte der Strecke liegt hinter Ihnen.
Nach Palazzolo geht es auf einer Panoramastraße mitten durch die Hybläischen Berge, vorbei an zwei hübschen kleinen Dörfern, Buccheri und Buscemi. 20 km lang führt die Straße auf gutem Belag zwischen 600 und 900 m Höhe auf und ab – mit atemberaubenden Ausblicken.
Nach Buscemi sind es nur noch 10 km. Auf der Abfahrt ins Tal sehen Sie Palazzolo oben auf einem Hügel liegen: Am Ende der Abfahrt bringt Sie ein letzter Anstieg von 2 km in diese schöne Barockstadt.

3. Tag: Palazzolo Acreide – Ragusa Ibla (37 km)

Die Etappe ist nicht lang. Wenn Sie die Altstadt von Palazzolo mit ihren Kirchen, die zum UNESCO-Welterbe gehören, schon am Vortag besichtigt haben, können Sie den Vormittag dem griechischen Theater von Akrai widmen.
Der Start ist leicht: 10 km bergab durch die Hügellandschaft rund um Palazzolo. Genauso schön bleibt die Landschaft, wenn die Straße wieder zum winzigen Weiler San Giacomo ansteigt. Der mittlere Abschnitt auf einer Hochebene ist ziemlich flach, und an einer Stelle sehen Sie links in der Ferne sogar das Meer.
Dann folgt eine schöne Serpentinenabfahrt mit den ersten spektakulären Blicken auf Ragusa Superiore und Ragusa Ibla. Im Tal führt die Straße einige Kilometer am Fluss Irminio entlang, bevor sie den Hügel umrundet und hinauf ins bezaubernde Ragusa Ibla führt, über dem die Kuppel des Doms thront.
4. Tag: Ragusa Ibla – Ispica (58 km)
Hinter Ibla durchqueren Sie ein Tal und erreichen nach 12 km Modica. Dort können Sie den majestätischen Dom San Giorgio bewundern, ein herausragendes Beispiel für den Barock der Region. Ebenfalls ein Muss: die berühmte, köstliche Schokolade aus Modica.
Hinter Modica führt eine schöne, ruhige Straße 10 km sanft bergab nach Scicli, einer weiteren schönen Barockstadt des UNESCO-Welterbes. Weiter geht es auf einer Panoramastraße hinauf auf eine Hochebene voller Johannisbrotbäume. Etwa 15 km vor dem Ziel passieren Sie die Cava d'Ispica, eine 13 km lange Schlucht, in der prähistorische Nekropolen, frühchristliche Katakomben und Felsenwohnungen von der Anwesenheit des Menschen über die Jahrhunderte zeugen.
Nach mehr als 10 km Abfahrt erreichen Sie Ispica über einen malerischen, in den Fels gehauenen Anstieg, „La Barriera“, der durch das andere Ende der Cava d'Ispica führt. Ein perfekter Abschluss der Etappe!

5. Tag: Ispica – Noto (54 km)

Bevor Sie nach Noto aufbrechen, nehmen Sie sich Zeit für die schönen Kirchen von Ispica, vor allem die Basilika Santa Maria Maggiore mit ihrem Loggiato del Sinatra.
Auf den ersten 25 km zwischen Ispica und der Küste geht es vor allem auf und ab. Sie fahren durch Hügel mit Weinbergen und Johannisbrotbäumen und sehen mit etwas Glück links in der Ferne den Gipfel des Ätna und rechts das blaue Meer.
Eine Abfahrt führt dann in das alte, malerische Fischerdorf Marzamemi. Der Zauber seines hübschen kleinen Platzes und der steinernen Fischerhäuser ringsum lässt niemanden kalt.
Nach einer kurzen Pause in einem der vielen Cafés führt die Straße am Naturschutzgebiet Vendicari entlang. Dort können Sie die „Tonnara“ besichtigen, die alte Thunfischfangstation, und an den herrlichen Stränden in der Nähe spazieren gehen.
Auf den letzten Kilometern steigt die Straße zwischen Zitronen- und Orangenbäumen hinauf in die wunderschöne Stadt Noto.
6. Tag: Noto – Syrakus (37 km)
Noto, die „Hauptstadt des Barock“, ist wirklich atemberaubend. Wenn Sie den Corso Vittorio Emanuele hinuntergehen, zieht Sie die Schönheit der Kirchen und prächtigen Paläste unwiderstehlich in ihren Bann. Sehr eindrucksvoll ist auch die Via Nicolaci: Die ansteigende Gasse wird von prunkvollen Adelspalästen aus dem 18. Jahrhundert mit barocken Fassaden und Balkonen gesäumt. Hier findet gegen Ende Mai auch ein großes Fest statt, die Infiorata.
Die Etappe beginnt in den sanften Hügeln rund um Noto und führt langsam bergab nach Avola, der Stadt, die einem der besten Weine Siziliens ihren Namen gab: dem Nero d'Avola. Auf dem großen Platz, vor allem bei schönem Wetter, lockt eine Brioche mit Granita oder ein Cannolo. Wir jedenfalls konnten nicht widerstehen!
Ab Avola folgt die Straße der Küste, vorbei an den herrlichen Stränden von Fontane Bianche und Arenella, wo Sie im kristallklaren Wasser baden können: Die Etappe ist kurz und flach, Sie haben also Zeit. Hinter Arenella sind es nur noch 10 km bis ins wunderschöne Syrakus, wo Ihre Reise endet.

Die oben genannten Entfernungen stammen von unserer Testfahrt; die aktuellen Distanzen und Höhenmeter jeder Etappe finden Sie auf der Seite der Radreise.
Häufige Fragen
Wo beginnt und wo endet die Radreise durch die Barockstädte?
Sie beginnt in Piazza Armerina in den Hügeln des Landesinneren und endet in Syrakus an der Küste – über Caltagirone, Palazzolo Acreide, Ragusa Ibla, Modica, Scicli, Ispica und Noto.
Welches Fahrrad brauche ich für diese Tour?
Die Straßen sind größtenteils gut asphaltiert: Rennrad oder Trekkingrad sind beide geeignet. Da die Gegend überwiegend hügelig ist, empfehlen wir weniger trainierten Radfahrern ein E-Bike.
Welche Etappe ist die anspruchsvollste?
Caltagirone – Palazzolo Acreide, die längste Etappe, mit einem 20 km langen Abschnitt, der in den Hybläischen Bergen zwischen 600 und 900 m Höhe auf und ab führt. Sie ist zugleich eine der schönsten.
Eindrücke einer Radreise in Sizilien - Erprobung der Tour "Radreise durch die Barockstädte"
Das ist genau, was wir erlebten, als wir in Sizilien zur Strecke Erprobung waren. Der tour fängt auf dem Hügel an und endet an der Küste.
Sie radeln durch das Noto Tal und seine bedeutendsten Barockstädte, die im Jahr 2002 in die Liste der UNESCO-Welterben aufgenommen wurden. Eine reizvolle Mischung aus architektonischen Schätzen und Naturschönheiten. Da die Radreise auf wenig befahrenen Nebenstraßen in gutem Zustand verläuft, können Sie beide Rennräder oder E-Bikes benutzten.
Es wäre ratsam ein E-Bike zu wählen, wenn Sie nicht gut trainiert sind. Trotz allem sind Sie hauptsächlich in einem hügeligen Gebiet.
1. Tag - Piazza Armerina/Caltagirone (33 Km)
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Piazza Armerina ist ein netter und ruhiger Ort, ideal für einen Nachmittagsbummel durch seine mittelalterliche Altstadt. Die imposante Kathedrale, die im Hauptplatz neben Palazzo Trigona steht, ist die perfekte Mischung aus Gotik und Barockstil. Aber Piazza Armerina ist überhaupt für die Mosaike von Villa del Casale bekannt, eine archäologische Stätte, die ca. 4 Km von Piazza Armerina entfernt ist. Man braucht eine Stunde die ganze Villa zu besichtigen, deswegen ist es ratsam am Nachmittag oder am nächsten Morgen zur Villa zu fahren, genau wie wir gemacht haben!
Die Route ist ziemlich kurz. Eine Steigung führt Sie zuerst aus der Stadt, danach radeln Sie für 10 Km runter Richtung Mirabella Imbaccari, der einzige Zwischenstopp des Tages. Dann geht es wieder runter bis zum Tal, das von den sanften Hügeln der Erei Berge umgeben ist. Die Ansichten sind noch schöner, wenn Sie entlang einer kleinen Straße Richtung Caltagirone hinauffahren. Hier vergessen Sie nicht, die wunderbare Freitreppe von Santa Maria del Monte mit ihren 142 mit der typischen Majolica Keramik geschmückten Treppenstufen zu besichtigen. |
2. Tag - Caltagirone/Palazzolo Acreide (63 km)
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Nachdem wir am Morgen einen Blick auf den Streckenverlauf geworfen haben, waren wir von seiner Länge und seinem Höhenunterschied beeindruckt. Aber am Ende der Etappe waren wir von seiner Schönheit noch mehr beeindruckt!
Wenn Sie Caltagirone verlassen, sind Sie sofort über den Anblick des Ätnas auf der linken Seite erstaunt. Nach 13 Km passieren Sie zuerst das Dorf Grammichele, bekannt für seinem sechskantigen Plan und Platz, und dann nach 15 Km entlang Felder und Wälder das Dorf Vizzini. Da Sie schon die Hälfte des Weges hinter Ihnen haben, können Sie sich eine verdiente Rast gönnen! Bevor Ihr Weg Sie weiter bis nach Palazzolo führt, genießen Sie die Aussichtsroute der Hybläische Berge. Auf Ihrem Weg liegen die kleine Dörfer Buccheri and Buscemi. Für 20 Km radeln Sie rauf und runter zwischen 600 und 900 m über des Meeresspiegel entlang Wege in gutem Zustand mit atemberaubenden Ausblicken. Nur 10 Km entfernt finden Sie Ihr Etappenziel: zuerst fahren Sie runter zum Tal, wo Sie Palazzolo oben auf dem Hügel sehen können. Danach radeln Sie runter für 2 Km und endlich sind Sie in der schönen Barockstadt. |
3. Tag - Palazzolo Acreide/Ragusa Ibla (37 km)
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Heute steht eine Kurze Etappe auf dem Programm. Deshalb, wenn Sie die Altstadt von Palazzolo mit ihren Unesco Weltkulturerbe zugehörenden Kirchen am Tag zuvor schon gesehen haben, können Sie heute Morgen das griechische Theater von Akrai besichtigen.
Zunächst fahren Sie runter für 10 Km durch die Hügellandschaft, die Palazzolo umgibt. Dann geht es rauf Richtung San Giacomo, ein wirklich kleines Dorf. Der Zentralteil der Strecke, der sich auf einer Hochebene befindet, ist ziemlich flach. An einem bestimmten Punkt haben Sie auch die Möglichkeit das Meer auf Ihren linken Seite zu durchblicken. Danach geht es in Serpentinen hinunter. Hier können Sie endlich den ersten Anblick von Ragusa Superiore und Ragusa Ibla genießen. Die Etappe führt Sie für einige Kilometer entlang des Flusses Irminio, bevor Sie in schönen Ragusa Ibla ankommen. |
4. Tag - Ragusa Ibla/Ispica (58 km)
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Von Ragusa Ibla fahren Sie durch eine Talebene und nach 12 Km erreichen Sie Modica, wo Sie den imposanten Dom von San Giorgio, ein prominentes Beispiel der Barock Architektur dieses Gebietes, bestaunen können. Vergessen Sie nicht die bekannte und leckere Schokolade aus Modica zu genießen. Es ist ein Muß!
Die Etappe fährt weiter leicht hinunter für 10 Km auf einem netten und ruhigen Weg Richtung Scicli, eine andere schöne Unesco Weltkulturerbe zugehörende Barockstadt. Die Route führt weiter entlang eines Aussichtswegs hinauf auf eine Hochebene, die von vielen Karobbäume gekennzeichnet ist. Wenn Sie noch 15 Km von Ispica entfernt sind, passieren Sie Cava D'Ispica, eine Schlucht lang 13 Km, wo prähistorische Nekropole, christliche Katakomben und Felsenhöhlen die Anwesenheit von Menschen über die Jahrhunderte. Dann geht es hinunter für 10 Km und dann wieder hinauf entlang eines malerische Felsenwegs, bekannt als "La Barriera", der Sie zum entgegengesetzten Ende von Cava d'Ispica führt. Das perfekte Ende für dieses Etappenziel" |
5. Tag - Ispica/Noto (54 km)
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Bevor Sie Ispica verlassen, vergessen Sie nicht ihre schöne Kirchen - besonders die Basilika von Santa Maria Maggiore mit ihrem Loggiato del Sinatra - zu sehen.
Es geht hauptsächlich hinauf und hinunter für die ersten 25 Km. Sie radeln durch eine Hügellandschaft, die von Weinbergen und Karrobbäumen bewachsen ist. Während des Wegs werden Sie überrascht sein, die Spitze des Ätnas auf der linken Seite und das blaue Meer auf der rechten Seite zu sehen. Ein Abstieg führt Sie zu dem alten und malerischen Fischerdorf von Marzamemi. Sie könnnen Ihre Gedanken schweifen lassen und sich einfach an der zauberhaften Stimmung seines wunderschönen und kleines Platzes und Fischersteinhäuser erfreuen. Nach einer kleiner Pause in einem der unterschiedlichen Cafés fahren Sie weiter entlang des Naturschutzgebietes Vendicari. Sie haben auch die Möglichkeit die "Tonnara" (die Thunfischfangstelle) zu sehen und einen Spaziergang an einem der umliegenden Strände zu machen. Entlang Zitronen und Orangenbäume erreichen Sie endlich nach einigen Km die Stadt Noto. |
6. Tag - Noto/Siracusa (37 km)
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Noto, auch als die Barockhauptstadt bekannt, begeistert mit der Schönheit ihrer majestätischen Kirchen und prachtvollen Palästen. Bummeln Sie durch Via Nicolaci, eine sehr kleine bergauf Straße, mit ihren aristokratischen Palästen, Barockfassaden und Balkonen aus dem 18. Jahrhundert. Diese Straße ist auch sehr berühmt, weil die "Infiorata" am Ende Mai hier stattfindet.
Heute radeln Sie durch die sanften Hügel, die Noto umgibt, Richtung Avola, eine kleine Stadt bekannt für ihren Wein, Nero d'Avola. Genießen Sie eine kleine Pause mit einer Brioche mit Gramolata oder einem Cannolo in ihrem sechskantigen Platz. Wir haben es auch gemacht! Von Avola geht es entlang der Küste. Auf Ihrem Weg liegen die wunderschönen Strände Fontane Bianche und Arenella. Die Tagesetappe ist flach und kurz. Deshalb nutzen Sie die gute Gelegenheit für ein Bad in ihrem Kristallklaren Wasser. Von Arenella ist Syrakus nur 10 Km entfernt. |